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Tipps

Richtiges Loben

Richtiges Loben ist im Unterricht aber auch später im Berufsleben der Schlüssel zum Erfolg! Es gilt für den Pädagogen in diesem Zusammenhang (anders als beim Loben durch die Eltern zuhause) 10 goldene Regeln zu beachten:

  1. Loben Sie persönlich (Vor der Klasse oder in einem persönlichen Gespräch)
  2. Loben Sie ehrlich und aufrichtig (Nicht als Mittel zum Zweck, Schüler haben ein feines Gespür dafür)
  3. Loben Sie konkret (Was hat Ihnen genau gefallen?)
  4. Loben Sie ohne Einschränkung (also nicht, das hast du gut gemacht, aber…..)
  5. Loben Sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort (manchmal ist ein Lob unter vier Augen besser, der Pädagoge sollte ein Gespür dafür entwickeln)
  6. Loben Sie zeitnah und in kleinen Schritten (unmittelbar nach der positiven Leistung ist ein Lob angebracht, keine Liste anführen)
  7. Vermischen Sie Lob nicht mit Kritik (entweder loben oder kritisieren)
  8. Loben Sie nicht nur die Leistung, sondern auch das Verhalten (Einsatz, Geduld und Anstrengung sind genauso lobenswert)
  9. Loben Sie mit mehr als nur Worten (Aufmunternde Gesten oder Schulterklopfen unterstreichen die Wertschätzung)
  10. Geben Sie externes Lob weiter (positives Feedback von anderen weiter kommunizieren)

Wie lobt man Jugendliche?

Wichtig ist es vor allem Wertschätzung zu vermitteln! Lehrkräfte, die sich um eine wertschätzende Haltung bemühen:

Wertschätzung wird über 3 Schritte vermittelt:

  1. Die Begrüßung der Schüler
  2. Der einfachste Weg Schülern zu signalisieren, dass man sie wahrnimmt und schätzt, ist die Begrüßung. Jugendliche sind oft sehr zurückhaltend in der Beantwortung eines „Hallo“. Besonders am Gang. Der Pädagoge sollte dabei aber nicht als „Schmeichler“ wahrgenommen werden. Dies sollte aber keinen Lehrer davon Abhalten den Schüler auch zu grüßen. Die Schüler bemerken dies sehr wohl und honorieren es später!

  3. Interesse am Schüler zeigen
  4. Das Minimum, was eine Lehrkraft über ihren Schüler wissen sollte ist;

    • Der Name
    • Das Alter
    • Der Wohnort
    • Ein Hobby
    • Zusammengefasst etwas über seine Familienverhältnisse (Geschwister, ev. Scheidung, sozialer Stand, ev. Arbeitslosigkeit)
    • Motivation zur Schule zu kommen
  5. Einen neuen Start wagen
  6. Viele Schüler plagen sich oft mit dem Gedanken, dass ein Lehrer sie nach einer Ermahnung, einer Rüge oder einem ernsten Gespräch „auf dem Kicker“ haben. Grüßt man sie aber direkt danach oder unterhält sich ungezwungen mit ihnen, klärt sich dieses Missverständnis. Kurz nach einer Ermahnung mit dem Schüler freundlich zu interagieren bringt viele Vorteile:

    • Der Schüler erkennt, dass zwischen seiner Person und seinem Verhalten getrennt wird (gut für den Selbstwert)
    • Es entsteht kein gegenseitiger Groll (gut für die Deeskalation)
    • Die Wahrscheinlichkeit, dass der Schüler „auf Stur schaltet“ also den Unterricht blockiert sinkt nachweislich (gut für die Wertschätzung dem Lehrer gegenüber)

Fallstricke des Lobens

Lob sollte nur dann gezollt werden, wenn es auch etwas zu loben gibt. Anerkennung kann aber regelmäßig geäußert werden. Viele Schüler leisten gute Arbeit ohne ständig herausragend zu sein. Lehrer sollten auch Routineaufgabe und den Normalbetrieb positiv erwähnen. Dies fördert automatisch den Normalbetrieb und die insgesamte Anstrengungsbereitschaft der Klasse.

Lob für Jugendliche sollte: