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Tipps

Rituale und gute Regelspiele

Ignorieren am positiven Modell

Diese Methode erweist sich im Unterricht als besonders wirkungsvoll. Sie ermöglicht es dem Pädagogen die Klasse im positiven Sinn in kurzer Zeit zu strukturieren. Statt das unerwünschte Verhalten durch viel Aufmerksamkeit zu verstärken (Ermahnen ist zwar negative Aufmerksamkeit, aber nichtsdestotrotz Aufmerksamkeit), wird es ignoriert. Gleichzeitig aber benennt man das erwünschte Verhalten.

FORMEL: unerwünschtes Verhalten wird ignoriert – erwünschtes Verhalten benannt, also positiv verstärkt.

So hebt man das Verhalten jener Schüler hervor, die bereits alles richtig machen. Sie werden dadurch zum positiven Modell und erhalten dadurch auch selbst vermehrtes Lob. Die anderen interpretieren das erwünschte Verhalten als Fähigkeit, die sie auch zu leisten imstande sind. Denn sie wurden für das unerwünschte Verhalten ja nicht bestraft (gerügt) sondern einfach nicht wahrgenommen.

Leider wird Ignorieren am positiven Modell im Unterricht nur selten eingesetzt. Häufig unterliegt der Pädagoge dem Trugschluss, dass häufiges Kritisieren, ständiges Nörgeln usw. vielleicht doch schneller zum erwünschten Erfolg führen. Doch eigentlich ist da Gegenteil der Fall.

Schallplatte mit Sprung (broken-record-technique)

Als es seinerzeit noch die Schellackplatten gab, kam es gelegentlich vor, dass eine Schallplatte einen Kratzer bekam. Daraufhin konnte die Musik nicht mehr ordentlich abgespielt werden, da der Tonarm am Kratzer hängen blieb und immer wieder die gleiche Stelle gespielt wurde.

Diese Methode der broken-record-technique setzt man hauptsächlich dann ein, wenn ein Schüler große Schwierigkeiten hat, Anweisungen zu befolgen und immer wieder ablenkt oder für eine an ihn gestellte Aufgabe tausend Ausreden/Argumente hat. Kann auch für Eltern sehr hilfreich sein.

Ganz wichtig dabei ist es, dass der Pädagoge/der Elternteil (auch wenn es schwer fällt) ruhig bleibt und immer wieder die gleiche Anweisung wiederholt- Manchmal führt diese Technik bei Kindern/dem Schüler zu Wutanfällen. Doch nach einiger Zeit stellt man fest, dass das Verhalten relativ schnell verändert werden kann, weil das Kind /der Schüler die Erfahrung gemacht hat, dass es keinen Sinn macht, immer wieder neue Einwände zu finden.

Manchmal führt diese Technik bei Kindern/dem Schüler zu Wutanfällen. Doch nach einiger Zeit stellt man fest, dass das Verhalten relativ schnell verändert werden kann, weil das Kind /der Schüler die Erfahrung gemacht hat, dass es keinen Sinn macht, immer wieder neue Einwände zu finden.

Regelspiele:

Schon im ersten Schuljahr wird erwartet, dass der Schüler bestimmte Regeln in der Klasse beachtet. Meist stellt die Lehrkraft zusammen mit den Schülern ein solches Regelinventar auf.
Wie beispielsweise: „Ich sitze ruhig“, „Ich zeige auf, bevor ich mich melde“, „Ich renne nicht in der Klasse umher“, usw. Regeln zu erlernen und zu beachten sind ein überaus wichtiger Bestandteil zum sozialen Lernen. Regelspiele können dabei helfen. Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, Kinder/Schüler zu motivieren.

Folgende ausgewählte Regelspiele wurden von Kindern und Jugendlichen als besonders motivierend empfunden. Sie werden, je nach Alter, als Spiel oder Übung eingeführt:

Diese Spielanleitungen sind bei Interesse im Kogni-Fit erhältlich.