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Richtiger Umgang mit kleinen und großen Schwächen

Was kann ich tun – wie kann ich mein Kind bei Problemen unterstützen?

Wenn es sich um ausgeprägte Probleme handelt, sollte das Kind Unterstützung mithilfe eines erprobten (standardisierten) Trainingsprogramm durch einen Fachmann/frau erhalten, wie beispielsweise dem Marburger Konzentrationstraining (nach Krowatschek et al.). Darüber hinaus können auch die Eltern ihr Kind gut unterstützten und anleiten:

Richtigen Umgang mit Fehlern üben:

Das Kind sollte ermuntert werden seine eigenen Aufgaben selbständig zu überprüfen. Das Entdecken von Fehlern sollte dabei eher gelassen hingenommen werden, denn Fehler stellen keine Katastrophe dar - sie können verbessert werden.
Wenn ein Kind einen Fehler entdeckt wird es gelobt!

Positives Verstärken:

Eine wichtige Grundvoraussetzung für das Lernen ist das Lernen am Erfolg. Etwas das gut gelungen ist sollte ausreichen beibehalten und wiederholt werden. Diese positive Verstärkung ist das wirksamste Werkzeug, das Veränderungen bei einem Kind bewirken kann.

Klare Regeln und Strukturen

Helfen vor allem jenen Kindern, die sich oft verzetteln und oftmals nicht erkennen, was im Moment von ihnen erwartet wird. Kinder sollten angeregt werden mitzuteilen, was sie gerade machen. So weiß das Kind, wann es etwas richtig macht - und zwar von Anfang an. So lernt es auch allmählich seine Aufmerksamkeit zu steuern.

Ignorieren von unerwünschtem Verhalten:

Oft zeigen Kinder genau das Verhalten, das nicht von ihnen erwünscht ist. In so einer Situation werden die Kinder wieder und wieder ermahnt und automatisch wird so die Aufmerksamkeit auf das unerwünschte Verhalten gelenkt. So lernt das Kind, dass es durch sein störendes Verhalten Aufmerksamkeit bekommt – und wird es wahrscheinlich erfolgreich beibehalten. Schnell können so Situationen eskalieren. Wer von uns Eltern kennt diese Situationen nicht?

Besser ist es aber das unerwünschte Verhalten des Kindes zu ignorieren und dem Kind gleichzeitig klar machen , was es stattdessen tun soll. Sollte dies auch noch zu wenig sein gibt es noch die Methode der

Auszeit:

Hier wird eine Strafe „verhängt“, wobei vorher der „Strafrahmen“ ausgemacht wird. So vermeidet man den Umstand, dass das Kind eine „Extraportion Zuwendung“ (durch lange Erklärungen oder Diskussionen) bekommt für ein unerwünschtes Verhalten. Dadurch erfährt das Störverhalten keine Verstärkung.

Wichtig ist dabei aber auch, dass das Kind nicht ewig an sein Störverhalten erinnert wird.
Wenn es das richtige Verhalten zeigt, sollte es ausreichend und ehrlich gelobt werden.
So spürt es den Unterschied zwischen erwünschtem und unerwünschtem Verhalten.